Geschichte

Das Original Airtramp wurde 1970 von Ruud Steuer, einem niederländischen Bewegungstherapeuten, entwickelt.

Es besteht aus hochfestem Trevira, einem Polyesterfaden der Hoechst AG, und ist mit PVC beschichtet. Im Inneren ist ein flexibles System von Polyesterleinen befestigt. Im aufgeblasenen Zustand sorgen die Leinen für eine gleichmäßige Verteilung und Leitung der Kräfte, die auf die Oberfläche ausgeübt werden. Für den gleichmäßigen Überdruck im Inneren sorgt das Gebläse. Die Übungsfläche ist 100 cm hoch, der Außenwulst 120 cm hoch und 1 m breit. Die Größe und Form des Gerätes können individuell angefertigt werden.

Die Oberfläche zeigt ein Gittermuster von dicken Knöpfen auf, die mit der Unterfläche jeweils durch die Polyesterleinen verbunden sind. So sind es z. B. beim Airtramp von 9 m x 9 m auch 9 x 9 Knöpfe oben und unten.

Hierdurch entsteht eine Steigerung der Eigendynamik des Gerätes und durch dieses Muster wird die Raumorientierung und -strukturierung erleichtert.

Anwendungszwecke

Das Medium Airtramp spricht alle Altersgruppen an:

Klein- und Schulkinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren, behinderte und nicht behinderte Menschen.

Der Anblick dieser Riesenmatratze, die sich aufbläht und bewegt, löst bei den meisten Kindern und Erwachsenen einen spontanen Bewegungs- und Erfahrungsdrang aus.

 

Das Airtramp eignet sich hervorragend zur Diagnostik, pädagogischen Arbeit und Therapie und behält über viele Jahre hinweg eine motivierende Wirkung.

 

Als beweglicher Untergrund fördert das Airtramp :

  •  die taktil-kinästhetisch-vestibuläre Erfahrung, unabhängig von der gezielten Aktivität
  • die permanente Koordination der Bewegung (ob in horizontaler oder vertikaler Körperposition)
  • durch die starke Eigendynamik des Gerätes, eine unmittelbare Rückmeldung über das eigenen Tun
  • eine Erweiterung des Bewegungsrepertoires – das Airtramp gibt Hilfestellungen und ermöglicht neue Erfahrungen und Körperlagen
  • eine ungebremste Bewegungsfreude durch die intensive und bewusste Körperwahrnehmung
  • Sicherheit und Freiraum beim Experimentieren mit ungewohnten Bewegungsmöglichkeiten wie fallen lassen oder Purzelbaum schlagen
  • Rücksichtnahme und Kooperation (Auswirkung der Bewegung eines einzelnen auf die ganze Gruppe und umgekehrt)
  • Verbesserung der Konzentration, der Ausdauer und des Selbstvertrauens
  • Stabilisierung der körperlichen und emotionalen Befindlichkeit
  • Vielfältige Entspannungsmöglichkeiten

Einführung in Luxemburg

 1983 erwarb der Lëtzebuerger Aktiounskrees Psychomotorik (LAP) dank der finanziellen Unterstützung von Sponsoren und des Erziehungsministeriums das erste Airtramp in Luxemburg.

 

Bis 1999, dem Gründungsjahr der Firma IKARLUX s. à r. l., gab es gerade mal zwei Airtramps in Luxemburg.

 

Der Gründer der Firma, Rob Bastian, hat selbst seit 1984 als Therapeut und Pädagoge mit geistig behinderten Jugendlichen und Erwachsenen auf dem Airtramp gearbeitet.

 

In der Zeit hat er eine ganze Reihe von Umänderungen und Verbesserungen am Airtramp vorgenommen und gründete auf Anraten von Ruud Steuer, der noch immer Inhaber des Airtramp-Patentes war, die Firma IKARLUX s. à r. l., mit dem Ziel, das Airtramp weiter zu vermarkten und in Luxemburg als Therapiegerät bekannt zu machen.

 

Zum heutigen Zeitpunkt gibt es mehr als 50 Airtramps in Luxemburg und in Belgien, welche durch die Firma IKARLUX s. à r. l. vermarktet, vermietet und unterhalten werden.